Dropshipping ist ein Handelsmodell, bei dem ein Händler Produkte verkauft, ohne diese zwingend selbst auf Lager zu haben oder eigenständig an den Kunden zu versenden. Stattdessen wird eine Bestellung an einen Hersteller, Großhändler oder anderen Lieferanten weitergegeben, der die Ware direkt an den Endkunden ausliefert.
Im Deutschen wird Dropshipping deshalb häufig mit dem Begriff Direktversand beziehungsweise Streckengeschäft verbunden. Das Modell wird häufig mit Onlineshops und Produkten aus Asien in Verbindung gebracht, ist darauf jedoch keineswegs beschränkt.
Auch Hersteller und klassische Großhändler können Waren direkt an die Kunden eines Händlers ausliefern. Dropshipping beschreibt deshalb zunächst weniger die Herkunft eines Produktes als vielmehr die Art, wie Beschaffung, Lagerung und Versand organisiert werden.
Dropshipping ist eine Form des Handels, bei der der Händler Produkte anbietet und verkauft, die physische Auslieferung jedoch von einem externen Lieferanten übernommen wird.
Der Händler betreibt beispielsweise einen eigenen Onlineshop und gewinnt darüber Kunden. Sobald eine Bestellung eingeht, werden die notwendigen Bestelldaten an den entsprechenden Lieferanten weitergegeben.
Der Lieferant lagert die Ware und verschickt das bestellte Produkt anschließend direkt an den Kunden.
Vereinfacht sind damit drei Parteien beteiligt:
Kunde: bestellt das Produkt beim Händler.
Händler: bietet das Produkt an, nimmt die Bestellung entgegen und übermittelt sie an den Lieferanten.
Lieferant: lagert das Produkt und liefert es direkt an den Endkunden aus.
Der Händler muss die Ware dadurch nicht zunächst an ein eigenes Lager liefern lassen und anschließend erneut an den Kunden verschicken.
Der Ablauf lässt sich anhand eines einfachen Beispiels erklären. Ein Händler betreibt einen Onlineshop für Wohnaccessoires und bietet dort unter anderem Lampen, Dekoration und Möbelzubehör an.
Die angebotenen Produkte befinden sich allerdings nicht in einem eigenen Lager des Händlers.
Ein Kunde bestellt beispielsweise eine Lampe für 79 Euro. Die Bestellung wird anschließend an den Lieferanten übermittelt, bei dem sich das Produkt tatsächlich befindet.
Der Lieferant verpackt die Lampe und verschickt sie direkt an den Kunden.
Je nach technischer Umsetzung können solche Bestellungen manuell oder automatisch verarbeitet werden. Bei größeren Shops werden häufig Schnittstellen eingesetzt, über die Bestellungen, Lagerbestände, Preise und Versandinformationen zwischen Händler und Lieferant ausgetauscht werden.
Ein weit verbreitetes Missverständnis besteht darin, Dropshipping grundsätzlich mit sehr günstigen Produkten aus China und langen internationalen Lieferzeiten gleichzusetzen.
Das ist lediglich eine mögliche Variante des Geschäftsmodells.
Das eigentliche Prinzip lautet lediglich: Der Händler verkauft ein Produkt, hält dieses aber nicht selbst auf Lager. Ein anderer Anbieter übernimmt die direkte Auslieferung an den Kunden.
Der entsprechende Lieferant kann sich in China befinden. Er kann allerdings genauso aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Polen oder einem anderen europäischen Land stammen.
Auch ein deutscher Hersteller kann beispielsweise die eigenen Produkte lagern und Bestellungen eines Handelspartners direkt an dessen Kunden versenden.
Dropshipping ist deshalb grundsätzlich eine Form des Direktversands und nicht automatisch ein Geschäftsmodell, das auf den Import günstiger Produkte aus Fernost angewiesen ist.
Eine interessante Variante ist die direkte Zusammenarbeit mit einem Hersteller.
Der Hersteller produziert die Ware, hält sie auf Lager und übernimmt zusätzlich den Versand einzelner Bestellungen an die Kunden des Händlers.
Der Händler kann sich dadurch stärker auf Bereiche wie Shop, Marketing, Positionierung, Verkauf und Kundenbetreuung konzentrieren, während Produktion, Lagerhaltung und Versand beim Hersteller verbleiben.
Allerdings bietet nicht jeder Hersteller Direktversand an. Viele Hersteller sind traditionell darauf ausgelegt, größere Mengen an Händler oder Großkunden zu liefern.
Es kann sich trotzdem lohnen, Hersteller direkt anzusprechen und zu fragen, ob eine individuelle Direktversand-Lösung möglich ist.
Besonders bei einem entsprechenden Bestellvolumen kann eine direkte Zusammenarbeit für beide Seiten interessant sein.
Auch Großhändler können als Dropshipping-Lieferanten eingesetzt werden.
Ein Großhändler führt häufig Produkte verschiedener Hersteller und verkauft diese wiederum an Einzelhändler, Onlineshops oder andere gewerbliche Kunden.
Einige Großhändler bieten zusätzlich die Möglichkeit an, einzelne Bestellungen direkt an den Endkunden eines Handelspartners zu verschicken.
Der Händler kann dadurch Produkte aus dem Sortiment des Großhändlers in seinem eigenen Shop anbieten, ohne sämtliche Artikel vorab selbst einzukaufen und einzulagern.
Geht eine Bestellung ein, wird diese an den Großhändler weitergeleitet und von dort direkt an den Kunden verschickt.
Ein möglicher Vorteil besteht darin, dass ein Großhändler häufig Produkte verschiedener Marken und Hersteller anbietet. Dadurch kann ein Händler unter Umständen ein umfangreicheres Sortiment aus einer einzigen Lieferbeziehung zusammenstellen.
Beim klassischen Onlinehandel kauft ein Händler Waren häufig im Voraus beim Hersteller oder Großhändler ein.
Diese Produkte werden anschließend im eigenen Lager oder bei einem externen Logistikdienstleister eingelagert. Geht eine Bestellung ein, wird das Produkt aus diesem Warenbestand an den Kunden verschickt.
Beim Dropshipping funktioniert der Ablauf anders.
Klassischer Handel: Produkte einkaufen, Produkte lagern, Kunden gewinnen und Bestellungen aus dem eigenen Warenbestand versenden.
Dropshipping: Produkte anbieten, Kunden gewinnen, Bestellung an den Lieferanten übermitteln und direkt von diesem ausliefern lassen.
Dadurch muss ein Dropshipping-Händler grundsätzlich nicht für jedes angebotene Produkt einen eigenen Warenbestand aufbauen.
Der Händler versucht grundsätzlich, Produkte zu einem höheren Preis zu verkaufen, als ihm durch Beschaffung und Abwicklung entstehen.
Angenommen, ein Produkt wird im Onlineshop für 80 Euro verkauft. Der Lieferant verlangt vom Händler 40 Euro für das Produkt und zusätzlich 7 Euro für Versand und Abwicklung.
Die verbleibenden 33 Euro stellen allerdings noch nicht automatisch den tatsächlichen Gewinn dar.
Weitere Kosten können beispielsweise entstehen für:
Onlinewerbung,
Shopsoftware,
Zahlungsanbieter,
Retouren,
Rückerstattungen,
Kundenservice,
Software und weitere Tools,
Steuern und sonstige betriebliche Kosten.
Eine realistische Kalkulation ist deshalb einer der wichtigsten Bestandteile eines Dropshipping-Geschäfts.
Das Geschäftsmodell kann verschiedene Vorteile bieten, insbesondere weil der Händler nicht zwangsläufig einen großen eigenen Warenbestand benötigt.
Geringerer Warenbestand: Produkte müssen nicht zwingend in größeren Mengen vorab eingekauft werden.
Kein eigenes Lager notwendig: Die Lagerung kann vollständig vom Lieferanten übernommen werden.
Direkte Auslieferung: Hersteller oder Großhändler versenden Produkte unmittelbar an die Kunden.
Geringere Kapitalbindung: Weniger Geld muss in noch nicht verkauften Warenbeständen gebunden werden.
Größeres Sortiment möglich: Händler können unter Umständen mehr Produkte anbieten, als sie selbst wirtschaftlich lagern könnten.
Flexiblere Standortwahl: Da Lagerung und Versand ausgelagert werden, kann ein großer Teil des Geschäfts digital organisiert werden.
Diese Vorteile bedeuten allerdings nicht, dass Dropshipping automatisch einfach oder ohne finanziellen Aufwand funktioniert.
Der größte Vorteil des Modells ist gleichzeitig eine seiner größten Herausforderungen. Der Händler muss sich nicht selbst um Lagerung und Versand kümmern, ist dadurch allerdings stark von seinem Lieferanten abhängig.
Mögliche Schwierigkeiten können beispielsweise sein:
Produkte sind kurzfristig nicht mehr verfügbar,
Lieferzeiten verlängern sich,
falsche Produkte werden verschickt,
Produktqualität entspricht nicht den Erwartungen,
Verpackungen sind ungeeignet,
Retouren sind kompliziert,
mehrere Produkte einer Bestellung werden getrennt geliefert.
Aus Sicht des Kunden bleibt normalerweise der Händler der zentrale Ansprechpartner. Dieser kann die Verantwortung für Probleme deshalb nicht einfach vollständig an seinen Lieferanten weitergeben.
Ein zuverlässiger Lieferant gehört zu den wichtigsten Grundlagen eines funktionierenden Dropshipping-Geschäfts.
Der günstigste Einkaufspreis sollte deshalb nicht automatisch das wichtigste Entscheidungskriterium sein.
Ein sehr billiges Produkt bringt wenig, wenn Kunden aufgrund schlechter Qualität, langer Lieferzeiten oder fehlerhafter Bestellungen regelmäßig unzufrieden sind.
Bei der Auswahl eines Lieferanten können unter anderem folgende Punkte geprüft werden:
Produktqualität,
Einkaufspreise,
mögliche Handelsspanne,
Lieferzeiten,
Versandkosten,
Produktverfügbarkeit,
Retourenabwicklung,
Verpackungsqualität,
Kundenservice des Lieferanten,
technische Schnittstellen,
Möglichkeiten für individuelles Branding.
Vor Beginn einer Zusammenarbeit können eigene Testbestellungen sinnvoll sein. Dadurch lässt sich überprüfen, was der spätere Kunde tatsächlich erhält und wie der gesamte Lieferprozess funktioniert.
Bei der Suche nach Lieferanten muss nicht ausschließlich nach Unternehmen gesucht werden, die sich ausdrücklich als Dropshipping-Anbieter bezeichnen.
Auch klassische Hersteller und Großhändler können für Direktversand infrage kommen.
Mögliche Wege für die Lieferantensuche sind:
Hersteller direkt kontaktieren,
Großhändler einer bestimmten Branche recherchieren,
B2B-Verzeichnisse nutzen,
Fachmessen besuchen,
Lieferantenplattformen nutzen,
Geschäftskontakte und Businessnetzwerke nutzen.
Eine direkte Anfrage kann besonders interessant sein. Nicht jeder Hersteller oder Großhändler bewirbt einen möglichen Direktversand ausdrücklich auf seiner Website.
Je nach Produkt, Branche und erwartetem Bestellvolumen können individuelle Vereinbarungen möglich sein.
Dropshipping muss nicht zwangsläufig mit Lieferanten außerhalb Europas umgesetzt werden.
Händler können gezielt nach Herstellern und Großhändlern in Deutschland oder anderen europäischen Ländern suchen.
Dadurch können sich je nach Anbieter verschiedene Vorteile ergeben, beispielsweise kürzere Lieferwege, schnellere Zustellungen oder eine einfachere Kommunikation.
Ein europäischer Standort macht einen Lieferanten allerdings nicht automatisch geeignet. Produktqualität, Preise, Verfügbarkeit und Prozesse müssen weiterhin genau geprüft werden.
Ein zuverlässiger Lieferant mit vernünftigen Konditionen kann langfristig wichtiger sein als der niedrigstmögliche Einkaufspreis.
Dropshipping und Fulfillment werden gelegentlich miteinander verwechselt.
Beim klassischen Fulfillment besitzt beziehungsweise beschafft der Händler die Ware normalerweise selbst. Anschließend wird der Warenbestand bei einem externen Fulfillment-Dienstleister eingelagert.
Dieser übernimmt beispielsweise Lagerung, Verpackung und Versand.
Beim Dropshipping stammt die Ware dagegen direkt aus dem Warenbestand des Herstellers oder Großhändlers. Der Händler muss die entsprechenden Produkte nicht zunächst selbst einkaufen und bei einem Logistikdienstleister einlagern.
In beiden Fällen kann der Händler ohne eigenes Lager arbeiten. Die Beschaffungsstruktur unterscheidet sich jedoch.
Ein Unternehmen muss sich nicht zwingend vollständig zwischen klassischer Lagerhaltung und Dropshipping entscheiden.
Auch Mischmodelle sind möglich.
Ein Händler könnte beispielsweise seine meistverkauften Produkte selbst auf Lager halten oder über einen Fulfillment-Anbieter versenden lassen.
Produkte mit niedrigerer Nachfrage oder ein ergänzendes Sortiment könnten dagegen direkt vom Hersteller oder Großhändler ausgeliefert werden.
Dadurch kann Dropshipping auch für bereits bestehende Onlineshops interessant sein, die ihr Sortiment erweitern möchten, ohne jedes zusätzliche Produkt selbst einzulagern.
Ein Vorteil von Dropshipping besteht darin, dass nicht zwangsläufig ein größerer Warenbestand vorfinanziert werden muss.
Im Vergleich zu einem klassischen Handelsgeschäft kann sich dadurch der Kapitalbedarf reduzieren.
Vollständig ohne Kosten lässt sich ein professioneller Dropshipping-Shop jedoch normalerweise nicht aufbauen.
Kosten können beispielsweise entstehen für:
Domain und Onlineshop,
Shopsoftware,
Testprodukte,
Marketing und Werbung,
rechtliche beziehungsweise organisatorische Anforderungen,
weitere Software und Dienstleistungen.
Dropshipping sollte deshalb nicht mit einem vollständig kostenlosen Geschäftsmodell verwechselt werden. Der entscheidende Unterschied besteht vor allem darin, dass kein großer eigener Warenbestand notwendig sein muss.
Weitere Modelle mit vergleichsweise niedrigen Einstiegskosten behandeln wir in unserem Beitrag Die 5 günstigsten Online-Business-Modelle mit wenig Startkapital.
Dropshipping kann für Menschen interessant sein, die in den Onlinehandel einsteigen möchten, ohne direkt größere Warenmengen einkaufen und ein eigenes Lager aufbauen zu müssen.
Auch für bestehende Händler kann das Modell interessant sein, beispielsweise zur Erweiterung des eigenen Sortiments.
Wer Dropshipping betreibt, sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass der Verzicht auf Lager und Versand nicht bedeutet, dass kein eigenes Unternehmen aufgebaut werden muss.
Produktsuche, Lieferantenauswahl, Shop, Marketing, Kundenservice, Kalkulation und Optimierung bleiben wichtige Aufgaben des Händlers.
Wer mit Dropshipping beginnen möchte, sollte zunächst ein funktionierendes Konzept entwickeln und anschließend nach geeigneten Produkten und Lieferanten suchen.
Ein möglicher Ablauf ist:
1. Zielgruppe auswählen: Zunächst sollte klar sein, welche Kunden erreicht werden sollen.
2. Produkte recherchieren: Nachfrage, Wettbewerb, Preise und mögliche Margen sollten geprüft werden.
3. Lieferanten suchen: Hersteller, Großhändler und spezialisierte Dropshipping-Anbieter können verglichen werden.
4. Konditionen klären: Einkaufspreise, Versandkosten, Lieferzeiten und Retouren sollten vorab feststehen.
5. Testbestellungen durchführen: Produkte und Versandprozess sollten nach Möglichkeit selbst getestet werden.
6. Onlineshop erstellen: Anschließend können Produkte professionell präsentiert und verkauft werden.
7. Prozesse testen: Die Übermittlung und Bearbeitung von Bestellungen muss zuverlässig funktionieren.
8. Kunden gewinnen: Anschließend können geeignete Marketingkanäle aufgebaut werden.
Besonders wichtig ist, nicht ausschließlich einen Shop mit möglichst vielen Produkten aufzubauen. Ein klar positioniertes Angebot mit zuverlässigen Lieferanten kann wesentlich sinnvoller sein als ein großer Shop voller beliebiger Artikel.
Dropshipping ist zunächst lediglich eine bestimmte Form des Handels und der Warenabwicklung.
Das Modell selbst ist deshalb weder automatisch seriös noch unseriös.
Entscheidend ist, wie der jeweilige Händler arbeitet.
Problematisch kann es beispielsweise werden, wenn Produktqualität oder Lieferzeiten bewusst falsch dargestellt werden, extrem übertriebene Werbeversprechen genutzt werden oder Kunden bei Problemen keinen funktionierenden Ansprechpartner erreichen.
Ein seriöser Händler sollte dagegen Wert auf zuverlässige Lieferanten, transparente Produktinformationen, realistische Lieferzeiten und einen funktionierenden Kundenservice legen.
Gerade im Internet wird Dropshipping teilweise als sehr einfaches Geschäftsmodell dargestellt. In der Praxis können jedoch verschiedene Fehler dazu führen, dass ein Shop nicht wirtschaftlich funktioniert.
Nur auf niedrige Einkaufspreise achten: Produktqualität und Lieferzuverlässigkeit können wichtiger sein als der billigste Anbieter.
Produkte nicht selbst testen: Händler sollten möglichst wissen, welche Ware ihre Kunden tatsächlich erhalten.
Margen falsch berechnen: Werbung, Zahlungsgebühren, Retouren und weitere Kosten werden teilweise unterschätzt.
Lieferzeiten unterschätzen: Lange Lieferzeiten können zu unzufriedenen Kunden und Rückerstattungen führen.
Zu großes Sortiment: Viele Produkte ersetzen keine klare Positionierung.
Abhängigkeit vom Lieferanten unterschätzen: Lieferschwierigkeiten des Lieferanten werden schnell zum Problem des Händlers.
Kundenservice vernachlässigen: Auch wenn der Lieferant versendet, benötigt der Kunde bei Problemen einen Ansprechpartner.
Dropshipping wird häufig als Direktversand beziehungsweise Streckengeschäft bezeichnet. Dabei verkauft ein Händler ein Produkt, während ein anderer Anbieter die Ware direkt an den Kunden ausliefert.
Nein. Dropshipping kann mit Herstellern und Großhändlern aus Deutschland, Europa oder anderen Regionen umgesetzt werden. Entscheidend ist der direkte Versand vom Lieferanten an den Endkunden.
Ja. Ein Hersteller kann Produkte direkt an die Kunden eines Händlers versenden, wenn er eine entsprechende Direktversand-Lösung anbietet oder individuell mit dem Händler vereinbart.
Ja. Einige Großhändler bieten Direktversand an und verschicken einzelne Bestellungen unmittelbar an die Kunden ihrer Handelspartner.
Für die über Dropshipping angebotenen Produkte benötigt der Händler grundsätzlich kein eigenes Lager. Die Produkte befinden sich beim jeweiligen Lieferanten.
Ja. Ein Händler kann beispielsweise häufig verkaufte Produkte selbst lagern und zusätzliche Artikel über Direktversand anbieten.
Dropshipping ist ein Handelsmodell, bei dem ein Händler Produkte verkauft, während Hersteller, Großhändler oder andere Lieferanten die Ware direkt an den jeweiligen Kunden ausliefern.
Der Händler kann dadurch auf einen großen eigenen Warenbestand verzichten und muss die angebotenen Produkte nicht zwingend selbst verpacken und versenden.
Das Modell geht deutlich über den häufig dargestellten Onlineshop mit günstigen Produkten aus China hinaus. Auch deutsche und europäische Hersteller oder klassische Großhändler können grundsätzlich Direktversand anbieten.
Entscheidend für ein funktionierendes Dropshipping-Geschäft sind vor allem zuverlässige Lieferanten, gute Produkte, realistische Margen, ein professioneller Shop und funktionierende Prozesse.
Dropshipping kann außerdem mit klassischer Lagerhaltung und Fulfillment kombiniert werden. Dadurch eignet sich das Prinzip nicht nur für neue Onlineshops, sondern kann auch für bestehende Händler eine Möglichkeit sein, das eigene Sortiment zu erweitern, ohne jedes zusätzliche Produkt selbst einzulagern.
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Autor: Leon ist Gründer der Plattform NETMORY und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit digitalen Geschäftsmodellen, Online-Marketing und dem Aufbau skalierbarer Projekte.
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